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Windrad für unterwegs entwickelt

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Windrad für die Tasche entwickelt

01.11.2013, 10:54 Uhr | hut

Windrad: Die tragbare Windturbine erzeugt bereits bei geringem Luftzug Strom. (Quelle: Engelhorn)

Die tragbare Windturbine erzeugt bereits bei geringem Luftzug Strom. (Quelle: Engelhorn)

Mitten auf der Wanderstrecke gibt der Handyakku plötzlich den Geist auf. Auflademöglichkeiten sind hier natürlich Fehlanzeige. Für solche Situationen hat der Darmstädter Student David Engelhorn nun ein ökologisches Aufladegerät entwickelt, das ganze ohne Steckdose auskommt: das Windrad für unterwegs. Auch in Gebieten mit unzuverlässiger Stromversorgung könnte der kompakte Energieerzeuger wegweisend sein.

Bereits leichter Wind treibt das Windrad an

"Xarius" taufte Erfinder Engelhorn die Windturbine für die Hosentasche. Bereits ein laues Lüftchen soll reichen, um mit dem Gerät Strom zu erzeugen. Dieser wird in einem Akku gespeichert und kann im Anschluss verwendet werden, um kleinere Geräte wie etwa ein Smartphone zu laden.

Rotierende Flügel erzeugen Energie

Engelhorns Windrad besteht aus einem schmalen Zylinder, in dem ein Stromgenerator untergebracht ist, sowie drei länglichen Flügeln. Im Transport-Zustand sind diese eingeklappt. Um Strom zu erzeugen, befestigt man die kleine Turbine mit einem integrierten Seil zwischen zwei Gegenständen, beispielsweise Baumstämmen oder Ästen. An beiden Enden des Seils befinden sich kleine Haken hierzu. Sobald sich das Seil spannt, öffnen sich die Flügel und beginnen sich schon bei leichtem Wind zu drehen. Der Akku im Inneren des Windrads wird so allmählich aufgeladen.

Leuchte zeigt Akkustand an

Um den Ladestatus des Akkus zu überprüfen, ist zudem eine Leuchtdiode am Befestigungshaken angebracht. Diese zeigt an, wie viel Strom das Gerät gespeichert hat - und blinkt in orangenem Licht, sobald der integrierte Akku leer ist und neu aufgeladen werden muss.

Für Innovativ-Preis nominiert

"Der Grundgedanke bei diesen Versuchen lag darin, von einem formal schlichten, kompakten Körper auszugehen, der sich zu einem Windfänger auffaltet", erläutert Engelhorn. Nach und nach habe er so das Konzept von "Xarius" entwickelt.

Für seine Idee wurde der Industrie-Design-Student der Hochschule Darmstadt für den James Dyson-Award nominiert. Bei dem Innovationswettbewerb schaffte es Engelhorn bereits ins Finale. Am 07. November soll der Sieger gekürt werden. Mit ein wenig Glück und dem Preisgeld von rund 35.000 Euro könnte das tragbare Windrad bald in Produktion gehen.

Quelle: hut



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