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Wo es in Deutschland Wölfe gibt

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Wo es in Deutschland Wölfe gibt

25.03.2015, 13:04 Uhr | dpa

Der Wolf ist zurück in Deutschland. (Quelle: dpa)

Der Wolf ist zurück in Deutschland. (Quelle: dpa)

Kleine Kinder kennen ihn hauptsächlich als blutrünstige Bestie aus dem Märchen: Kaum ein Raubtier wurde über Jahrhunderte so gefürchtet wie der Wolf. Fast 200 Jahre lang war Canis lupus in Deutschland ausgerottet, erst nach dem Fall der Mauer kam er zurück.

Mittlerweile leben wieder rund 30 Rudel in Deutschland. Damit seien bundesweit vermutlich bis zu 300 freilebende Tiere unterwegs, sagt Wildbiologin Britta Habbe, die sich im Auftrag der Landesjägerschaft Niedersachsen um das Wolfsmonitoring kümmert. Das wären fast doppelt so viele Wölfe wie noch zwei Jahre zuvor. Die meisten ziehen durch Sachsen und Brandenburg, aber auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gibt es mehrere Rudel.

 (Quelle: Nabu)

Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht

Die in Mitteleuropa meist etwa 40 Kilogramm schweren Tiere sind in Deutschland streng geschützt und dürfen nicht gejagt werden. Auf seinen Streifzügen kann ein hungriger Wolf in einer Nacht gut 50 Kilometer zurücklegen. Auf seinem Speiseplan stehen Rehe, Rothirsche und Wildschweine - er reißt vor allem schwache und kranke Tiere. Auch Haus- und Wildschafe werden von ihm gefressen.

Wölfe sind hoch soziale Säugetiere. An der Aufzucht der Welpen sind beide Elternteile beteiligt, manchmal auch die Geschwister der Welpen vom Vorjahr. Das Revier eines Rudels ist häufig mehr als 200 Quadratkilometer groß. Jungtiere verlassen das Rudel meist nach zwei Jahren, so wird eine Überpopulation vermieden.

Der Wolf ist nicht vom Aussterben bedroht. Allein in Europa leben nach Angaben des World Wide Fund for Nature (WWF) mehr als 10.000 Tiere, dazu kommen die Wölfe im europäischen Teil Russlands.

Quelle: dpa


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