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Wunderkind stellt Solarbranche auf den Kopf

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Wunderkind stellt Solarbranche auf den Kopf

28.03.2012, 14:43 Uhr | hadiet

Einfach genial: Der junge Aidan Dwyer hat einen hocheffektiven Solarkollektor konstruiert. (Quelle: AMNH)

Einfach genial: Der junge Aidan Dwyer hat einen hocheffektiven Solarkollektor konstruiert. (Quelle: AMNH)

Dieses Wunderkind ist erst 14 Jahre alt und sorgt mit seinen Ideen jetzt schon für Furore unter anerkannten Wissenschaftlern aus der Solarbranche: Aiden Dwyer. Er hat auch kein Problem, seine Entwicklungen vor 26.000 Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten vorzustellen – so geschehen Anfang Januar in Abu Dhabi. Dort berichtete er mit Begeisterung von seiner neuesten Entwicklung, einem "Solarbaum", der den Ertrag von Sonnenenergie um ein Vielfaches verbessert.

Wunderkind beeindruckt beim Energiegipfel in Abu Dhabi

Im Januar hielt das Wunderkind Aiden Dwyer nach Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon und Chinas Premierminister Wen Jiabao einen Vortrag über seine neueste Erfindung, und das zur Eröffnung einer der wichtigsten Konferenzen zum Thema erneuerbare Energien, der "Future Energy Summit" in Abu Dhabi. Bei der genialen Idee handelt es sich um eine spezielle Konstruktion für eine Solaranlage nach dem Vorbild der Natur.

Solarzellen und die Fibonacci-Kurve

Der clevere Teenager stellte einen Solar-Baum vor, dessen Blätter aus einzelnen Photovoltaik-Modulen bestehen. Der Clou der Erfindung ist, dass die Effektivität beim Gewinn von Sonnenergie um ein Vielfaches erhöht werden konnte. Bisher werden Photovoltaik-Panele flach auf Dächern oder freistehenden Konstruktionen montiert oder in einem bestimmten fixen Winkel aufgestellt. Mit dieser Art der Anordnung wird sehr viel Fläche verschwendet, da sich die einzelnen Panels nicht gegenseitig verschatten dürfen. Das gilt auch für bewegliche Konstruktionen, die mit der Sonne wandern.

Inspiriert wurde Dwyer bei einem Winterspaziergang: Er betrachtete die Sonnenstrahlen, die durch die Äste der Bäume fielen und dachte darüber nach, wie es den Riesen tagtäglich gelingt, mit ihrem Blätterdach maximale Sonnenenergie zu absorbieren. Ein ausgeklügeltes System musste dahinter stecken. Nach vielen Überlegungen fand er heraus, dass die Fibonacci-Folge des gleichnamigen Mathematikers dem System zu Grunde liegt. Damit war der Grundstein für seinen eigenen Solar-Baum gelegt.

Verbesserung mit Hilfe der Experten

Der Solar-Baum war zunächst nicht ganz fehlerfrei, doch nach einigen kleineren Korrekturen durch Experten der Branche war das Problem behoben und der verbesserte Effekt bei der Energiegewinnung erreicht. Mit seinem Vortrag auf dem Energiegipfel stieß er neue Ideen bei der Nutzung der Sonne an. Und auch der Veranstalter des Gipfels, Sultan Ahmed Al Jaber zeigte sich beeindruckt und kommentierte den Auftritt mit den Worten: "Wir brauchen Tausende von Aidans, um die Art und Weise, wie wir Energie produzieren und verbrauchen, zu verändern." Das sieht man beim "Museum of Natural History" genauso und hat den Siebtklässler mit dem Forscherpreis "Young Naturalist Award" ausgezeichnet.

Quelle: hadiet


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