18.04.2012, 10:34 Uhr | hadiet
So soll er aussehen, der "Sea Tree" – das erste Gebäude der Welt nur für Tiere und Pflanzen. (Quelle: Waterstudio.NL)
Das hat es noch nie gegeben: Ein Gebäude nur für Pflanzen und Tiere. Die schwimmende Konstruktion soll in Häfen und Flüssen verankert werden. Dort soll der gigantische Meeresbaum als Habitat für verschiedenste Lebewesen dienen. Für Menschen ist das Betreten der Inseln verboten, um die Entwicklung und den Lebensraum der Geschöpfe nicht zu stören. Die Idee zu diesem außergewöhnlichen Projekt kam dem Architekturbüro Waterstudio.NL auf Grund der fehlenden Grünflächen in Großstädten wie New York oder Hongkong. Vom Meeresbaum sollen auch die umliegenden Städte stark profitieren.
Niederländische Architekten haben ein rund 30 Meter hohes Wohngebäude für Tiere und Pflanzen entworfen. Das schwimmende Konstrukt soll unter Wasser verankert werden. Der "Sea Tree" soll in urbanen Gegenden für bessere Umweltbedingungen sorgen und klimatischen Problemen entgegen wirken soll. So könnten schon bald in Häfen, Flüssen oder Seen vor dicht besiedelten Landstrichen grüne Lungen entstehen. Tausende Lebewesen profitieren damit von einem neuen Lebensraum – sowohl über als auch unter der Wasseroberfläche.
Gebaut werden sollen die schwimmenden Türme nach dem Prinzip von Ölplattformen, die sich bereits seit langer Zeit bewährt haben. Die Architektur der neuen Habitats ist von Terrassen geprägt. Die fest verankerten Türme sind dennoch so flexibel, dass sie vom Wind bewegt, aber nicht fortgeschwemmt werden können.
Wenn es nach den Plänen der Niederländer und der Städte geht, sollen Ölkonzerne die neuen Ökosysteme finanzieren. Die Gespräche laufen bereits und laut dem Architekturbüro könnte der erste "Sea Tree" bereits 2014 im Hafen von New York realisiert werden.
Gerade in großen Ballungsgebieten finden sich immer weniger Flächen, auf denen sich Flora und Fauna ungestört entwickeln können. Vielerorts wird bereits ein Rückgang der Ausbreitung von Bienen, Vogelarten und damit auch Pflanzen festgestellt. Mit dem "Sea Tree" kann dieser Artenschwund begrenzt werden, da er ein Ökosystem darstellt, dessen Wirkung im Umkreis von mehreren Kilometern spürbar sein wird. Dass die Inseln nicht von Menschen betreten werden dürfen, ist Voraussetzung für eine ungestörte Entwicklung.
Weiterer Vorteil der schwimmenden Habitats ist die reinigende Wirkung der Pflanzen. Sie können die umgebende Stadtluft wie ein Filter reinigen und klimaschädliches CO2 binden. Unter der Wasseroberfläche entstehen derweil lebenswichtige Korallenriffe und andere Lebensräume für Fische und Kleinstlebewesen.
Quelle: feelgreen.de
Maurice schrieb:
am 19. April 2012 um 13:07:12
grüne welt
Na das sieht doch nach einer schönen grünen Welt aus. Mehr über Sea Tree im grünen Web?
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auch Mitleser schrieb:
am 6. April 2012 um 17:46:48
Bevölkerungsreduktion = KnowHow-Verlust???
Seltsam, dass so Viele hier Bevölkerungsreduktion mit Steinzeit & Mittelalter gleichsetzen.
Sollte sich doch jedem Hinterwäldler erschließen, dass weniger Menschen weniger konsumieren und weniger ausscheiden (und hier denke ich nicht an Mahlzeiten mit anschließendem Toilettengang). "Herr, wirf Hirn vom Himmel", wohl aber passender: "Der Letzte macht das Licht aus!"
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WedgeBL schrieb:
am 6. April 2012 um 16:00:38
Warum nicht!
Man muss bei aller Kritik unseres momentanen Lebensstils auch mal die Realität sehen. Die besteht zum Teil nun mal aus
Großstädten wie z. B. New York. Der Drops ist gelutscht. Das heißt was können wir machen um der Natur in diesen "Menschenhochburgen" entgegen zu kommen. Jegliche Gedanken daran sind doch erst mal löblich. Wir können die Uhr nicht vollends zurückstellen und ein lokal geprägtes Mittelalterleben führen, so hören sich manche hier an, die über ein Medium reden, was doch Sinnb
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