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Alaska: Klimawandel schlägt Eskimo-Dorf in die Flucht

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Klimawandel schlägt Eskimo-Dorf in die Flucht

18.08.2016, 18:35 Uhr | feelgreen.de, AP, dpa

Der steigende Meeresspiegel bedroht das Eskimo-Dorf Shishmaref in Alaska. (Quelle: AP/dpa)

Der steigende Meeresspiegel bedroht das Eskimo-Dorf Shishmaref in Alaska. (Quelle: AP/dpa)

Ein 600-Seelen-Inseldorf im US-Bundesstaat Alaska hat per Volksentscheid einen Komplettumzug von der Insel aufs Festland beschlossen. Die Bevölkerung wolle so den Folgen des Klimawandels entkommen, meldete das Umwelt-Magazin "Grist" unter Berufung auf die Gemeindeverwaltung.

Die Insel, auf der sich das Inupiat-Dorf Shishmaref derzeit befindet, ist bereits schwer vom steigenden Meeresspiegel gezeichnet. Ein Großteil der Strände sind schon vom Ozean verschluckt, neues Bauland für die wachsende Bevölkerung kann nicht mehr gewonnen werden.

Inupiat sind indigene Ureinwohner. Sie leben im äußersten Nordwesten des nordamerikanischen Kontinents in den North Arctic und North Slope Boroughs sowie in der Beringstraßenregion in Alaska.

Hohe Kosten für Eskimo-Dorf

Das Dorf hatte sich bereits in einer Abstimmung 2002 für einen Umzug entschieden. Dies war dann jedoch an mangelnder staatlicher Förderung gescheitert. Allerdings kämen sowohl bei einer Umsiedlung der 600 Bewohner als auch im Falle eines Vorgehens gegen die Erosion, um bleiben zu können, einschüchternde Kosten auf die verarmte Gemeinde zu.

Ein Umzug würde umgerechnet rund 160 Millionen Euro kosten. Dazubleiben rund 100 Millionen Euro. In einer Machbarkeitsstudie wird vorgeschlagen, Agenturen einzuspannen, um Spenden für die Rettung der Eskimo-Gemeinde einzutreiben.

"Nichts zu tun ist keine Option", warnte Howard Weyiouanna, Bürgermeister von Shishmaref.

Quelle: feelgreen.de, AP, dpa


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