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Braunkohle ist Gift für das Klima

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Braunkohle ist Gift für das Klima

24.10.2011, 13:12 Uhr | je (CF)

Braunkohle gilt als Klimakiller. Doch bei der Energiewende setzt Deutschland auch auf diesen Energieträger und gefährdet damit die eigenen Klimaziele. Eine Ausstiegsklausel für den Abbau gibt es nicht. Und mittlerweile formiert sich Widerstand gegen den Abbau von Braunkohle.

Bürgerproteste nehmen zu

Seit 2007 sind laut "Greenpeace" bereits 17 Bauprojekte verhindert worden. Das jüngste Beispiel ist hierbei das Kohlekraftwerk in Krefeld. Aufgrund von Bürgerprotesten wurde das Projekt auf Eis gelegt. Stattdessen soll möglichreweise ein Gaskraftwerkes gebaut werden.

Klimakiller Braunkohle. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Klimakiller Braunkohle. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Deutschland ist noch immer trauriger Spitzenreiter beim Braunkohleabbau. Vor allem die kohlereichen Länder Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt unterstützen die Kohle-Lobby. Anike Peters, Klimaexpertin bei "Greenpeace" sagt dazu. „Man kann sich ausrechnen, dass die neuen Kohlekraftwerke nicht nur als Lückenbüßer gebaut werden sollen, sondern mindestens 30 Jahre produzieren sollen.“

21 neue Braunkohle-Kraftwerke geplant

Mit jeder verbrannten Tonne Braunkohle werden Unmengen an CO2 freigesetzt. 21 neue Kraftwerke werden derzeit in Deutschland gebaut oder sind in Planung. „Die meisten davon sind überflüssig“, meint Anike Peters von "Greenpeace".

Der Treibhausgasaustoß soll in Deutschland bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Für den Neubau von Kraftwerken für fossile Brennstoffe will die Bundesregierung jedoch ab 2013 staatliche und europäische Fördergelder nutzen. Eine echte Energiewende sieht anders aus. Hinzu kommt, dass sich die Leistung von Kohlekraftwerken nicht flexibel regeln lässt.

Ausstieg bis 2030

In den letzten hundert Jahren mussten dem Braunkohleabbau 135 Ortschaften weichen, 27.000 Menschen wurden umgesiedelt. Derzeit plant das Energieunternehmen „Vattenfall“ fünf weitere Tagebaue in der Lausitz, von denen über 3.000 Menschen betroffen sind.

Mittlerweile haben sich einige Bürgerbewegungen gegründet, die den Kohleausstieg bis 2030 fordern. Auch Greenpeace unterstützt diese Aktionen. In ihrem Konzept zum Braunkohleausstieg zeigen sie auf, dass einen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bis 2050 möglich ist.

Quelle: je (CF)



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