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CO2-Rekordwerte auf Zugspitze gemessen

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CO2-Rekordwerte auf Zugspitze gemessen

22.04.2016, 12:54 Uhr | dpa

Der Gipfel der Zugspitze von Österreich aus gesehen. (Quelle: dpa)

Der Gipfel der Zugspitze von Österreich aus gesehen. (Quelle: dpa)

Am Tag der Unterzeichnung des Klimaschutzabkommens von Paris hat das Umweltbundesamt alarmierende Zahlen veröffentlicht: Im vergangenen Jahr wurden so hohe CO2-Konzentrationen gemessen wie nie zuvor.

Die beiden Mess-Stationen auf der Zugspitze in Bayern und auf dem Schauinsland in Baden-Württemberg zeigten nach Angaben der Behörde im Jahresdurchschnitt erstmals Werte jenseits der Marke von 400 ppm. Die Einheit ppm steht für parts per million, also Teile von einer Million. Derzeit steigt die Konzentration von CO2 jedes Jahr um weitere zwei ppm an. Ein Verlangsamung ist nicht abzusehen.

In der vorindustriellen Zeit lag sie nur bei 280 ppm. "Die Daten zeigen erneut, wie dringend wir das Klimaschutzabkommen von Paris umsetzen müssen", sagte die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger. Die Vereinbarung zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad wurde im Dezember von der Weltgemeinschaft ausgehandelt. Die Hauptursache für den weltweiten Anstieg der CO2-Konzentration ist der Behörde zufolge die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas.

Regelmäßiges Monitoring seit den 70ern

Von der UBA-Station Schauinsland im Südschwarzwald stammen die frühesten Messungen von CO2 in Europa. Zu Beginn des kontinuierlichen Monitorings im Jahr 1972 lagen hier die Messwerte bei 330 ppm. Gegenüber der CO2-Konzentration aus vorindustrieller Zeit bedeutete dies bereits einen Anstieg von 50 ppm. Die 300 ppm-Marke muss um 1950 erreicht gewesen sein, damals gab es allerdings noch kein regelmäßiges CO2-Monitoring. Der Jahresmittelwert für 2015 beträgt auf dem Schauinsland 402,5 ppm und auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, 400,4 ppm.

Quelle: dpa


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