12.01.2012, 14:50 Uhr | Yvonne Vavra, Raufeld
Schon mit wenigen Tipps kann man sich ein umweltfreundliches Büro zum Wohlfühlen einrichten. (Quelle: Raufeld)
Energie zu sparen, zahlt sich nicht nur im Haushalt aus. Ein Büro ist voll von Ökosündern, die sich nicht nur negativ auf die Umwelt auswirken, sondern auch noch gesundheitsschädigend sein können. Toner und ältere Elektrogeräte sind vorsichtig zu behandeln, da sie Giftstoffe enthalten können. Und auch wenn Sie die Stromrechnung am Arbeitsplatz nicht zahlen müssen, Ihre Sparsamkeit kommt der Umwelt trotzdem zugute.
Das Internet ist ein Stromfresser sondergleichen: Ein Download einer Tageszeitung als e-Paper von ungefähr 20 Megabyte frisst so viel Strom wie eine Waschmaschine in Aktion. Das berechnete der Berliner Experte für klimafreundliche Informationstechnik, Siegfried Behrendt, vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung. Er kritisiert die Infrastruktur des Internets und des Handynetzes aus ökologischer Sicht als wenig effizient. So könnten Rechenzentren allein durch intelligente Abwärmenutzung ihre Energieeffizienz verdoppeln.
PC, Internet und Handy sind aus dem Arbeitsleben heute nicht mehr wegzudenken, aber durch den steigenden Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnik nimmt auch der Energieverbrauch zu: Informationstechnologie und Unterhaltungselektronik verschlingen in Deutschland acht Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Außerdem ist die IT-Branche für etwa zwei Prozent der weltweiten Co2-Emissionen verantwortlich.
Der auf die Tastatur hämmernde Kollege, die telefonierende Sekretärin, plaudernde Mitarbeiter, Computer, und Drucker: Sie alle verursachen Geräusche, die Nerven und Konzentration und damit die Arbeitsleistung erheblich beeinträchtigen. Der Lärmgrenzwert in Büros liegt bei 55 Dezibel. Für geistig besonders fordernde Tätigkeiten ist die Grenze schon bei 35 Dezibel erreicht. Ein sachtes Tippen auf der Computer-Tastatur verursacht 60 Dezibel. Pflanzen wirken hier als Lärmschlucker und sind ein sehr guter Schallschutz. Außerdem schaffen sie eine entspannte Atmosphäre. Kopierer und Drucker gehörenen wegen störender Akustik und Optik nicht in ein Wohlfühl-Büro.
Nur weil der Drucker es meldet, muss eine Patrone oder Kartusche noch lange nicht leer sein. Einmal schütteln und Sie können oftmals wieder lange drucken. Lässt sich eines Tages wirklich nichts mehr aus Kartusche oder Patrone herausholen, gehören die Hülsen keinesfalls auf den Müll. Entweder sie werden nachgefüllt oder bei Unternehmen abgegeben, die sie wiederverwerten. Zum Teil kann man damit sogar etwas verdienen, denn einige Wiederverwerter bieten ein kleines Entgelt für die leeren Hülsen.
Ältere fotoelektrische Geräte können Ozon oder flüchtige organische Substanzen wie Benzol freisetzen und so Umwelt und Mensch schädigen. Heute haben die meisten Geräte kaum negativen Einfluss auf die Gesundheit, Verbraucher achten am besten auf Produkte mit dem Siegel "Blauer Engel". Die sind auf Gesundheits- und Umweltverträglichkeit überprüft. Um Probleme zu vermeiden, gilt es dennoch, nicht mit dem Tonerstaub in Berührung zu kommen. Bei Papierstau im Drucker sollte also keineswegs am Papier gezogen werden, da sonst Staub aufgewirbelt wird. Auch sollten Tonerreste auf dem Papier nicht weggeblasen werden.
Yvonne Vavra, Raufeld
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