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Fashion Week in Berlin: Der Trend geht zur Natur

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Fashion Week: Der Trend geht zur Natur

24.04.2012, 12:34 Uhr | Sabine Kelle

Lavera Showfloor: Models präsentieren auf der Fashion Week in Berlin Kreationen mit Porzellan vom Label Piet Stockman. (Quelle: dpa)

Lavera Showfloor: Models präsentieren auf der Fashion Week in Berlin Kreationen mit Porzellan vom Label Piet Stockman. (Quelle: dpa)

Berlin im Ausnahmezustand: Auf der Fashion Week hat in den vergangenen Tagen wieder ausnahmslos der Bär gesteppt. Die Designer überboten sich gegenseitig mit den neuesten Kreationen und bewiesen parallel auf mehreren Messeauftritten, dass Mode und Ökologie in Zukunft untrennbar miteinander verbunden sind. Dabei lag der Schwerpunkt auf nachhaltig und ökologisch korrekter Mode, die es buchstäblich in sich hatte. Wir waren mittendrin und haben viele Eindrücke in unserer Foto-Show zusammengefasst.

Grüne Highlights an fünf Orten in Berlin

In Sachen Öko-Mode ging es auf der diesjährigen Fashion Week in Berlin heiß her. Auf gleich fünf verschiedenen Events wurden die neuesten Highlights aus dem Bereich Grüner Mode präsentiert. Also hieß es „fliegender Wechsel“ zwischen dem GREENshowroom, der Ethical Fashion Show, dem (c)hanging room, dem Lavera Showfloor und dem ecoShowroom. Zum Glück gab es einen perfekt organisierten Shuttle-Service.

Ökotrends auf der Fashion Week

Auf der derzeit größten Modemesse für nachhaltiges Design, der Ethical Fashion Show, zeigten 36 Aussteller ihre Kreationen für die kommende Herbst/Winter-Saison. Im Berliner Club "ewerk" war von erfrischend bunter Streetwear des Modesdesigners Ken Panda bis hin zu eleganter Upcycling-Mode des österreichischen Labels "Milch" für jeden Geschmack das Passende dabei.

Eine entspannte Auszeit auf der hektischen Modewoche konnte man sich beim ecoShowroom nehmen. Unter dem Motto "Kaffeepause" servierte man in den innovativen Bechern von KeepCup – dem ersten wiederverwertbaren Kaffeebecher to go, der auch Barista-Standards entspricht – leckere Heißgetränke. Abgerundet wurde das Konzept des ecoLifestyle mit Grüne Erde Organic Fashion, der Naturkosmetikmarke benecos und dem Berliner Label FAHRER, das Upcycling-Accessoires fürs Fahrrad bietet.

Nachhaltiger Luxus

Deutlich luxuriöser ging es im GREENshowroom zu. Ökomode-Pionierin im High-Fashion Sektor Magdalena Schaffrin designt nicht nur Grüne Mode, sondern ist auch Organisatorin des Luxus-Showrooms. Passend zur erlesenen Mode suchte sie sich mit der Berliner Nobelabsteige Hotel Adlon den perfekten Partner. In den eleganten Hotelzimmern fanden die Designer den passenden Rahmen, um ihr Kreationen zu präsentieren. Mehr als 25 High-Fashion Labels wie Alma & Lovis, The Rooters und Schmidttakahashi richteten sich die Luxus-Suiten für ihre Kollektionen her. Sogar auf dem Laufsteg im Festzelt am Brandenburger Tor wurden ihre Kreationen gezeigt.

Zum Selbermachen – DIY Fashion

Auch der Shop "(c)hanging room" der Berliner Modeschule Esmod fand viel Anklang unter den Besuchern. Wo sonst nur Fachbesucher Zugang bekamen, durften hier auch Endverbraucher einen Blick auf nachhaltige Mode werfen und wurden sogar aufgefordert mitzumachen. Beim kostenlosen live Siebdruck in Kooperation mit Triodos unter dem Motto "More Green. Less Greed." ließen viele Neugierige ihre Vintage Kleidungsstücke mit neuen Prints veredeln. Die Performance der Künstler Klub7, Clemens Behr und 44flavours ergänzte das Mode-Spektakel mit einer großen Rauminstallation. 

Grüner Mode-Preis verliehen

Einen Modepreis für ökologisches Engagement gab es selbstverständlich auch auf der Fashion Week: Mit dem österreichischen Slow Fashion Award wurde auf dem Lavera Showfloor Berlin bereits zum vierten Mal nachhaltiges Mode- und Textildesign prämiert. Die Auszeichnung richtet sich an Labels aus allen Nationen. Als Winning Designs wurden Cloed Baumgartner alias Milch und das finnische Design-Duo Vainio Seitsonen ausgezeichnet. Der Kosmetikhersteller Lavera engagiert sich schon seit Längerem für grüne Mode und bringt sie auch auf den Laufsteg. Eine einmalige Gelegenheit, denn ausnahmsweise für Besucher öffentlich präsentiert flanierten die Models in den aktuellen Kollektionen von 15 Designern über den Catwalk.

Fazit: Viel Neues und Visionäres aus der Öko-Modewelt fand sich inmitten dem winterlich kalten und vor allem feuchten Berlin. Spannend fanden wir die fünf Messe-Locations mit ihren Events, die jede für sich ein gelungenes Ambiente geschaffen haben. Und weil wir nicht genug bekommen können, freuen wir uns jetzt schon auf  die nächste Fashion Week im Juli – vielleicht mit noch viel mehr grüner Mode, Gimmicks und Accessoires?

Quelle: Sabine Kelle


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