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Gentechnik: So erkennen Sie Genprodukte beim Einkauf

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So erkennen Sie Genprodukte beim Einkauf

11.02.2014, 17:35 Uhr | AFP

Das freiwillige Siegel "Ohne Gentechnik" ist auf Produkten aus dem Supermarkt zu finden. (Quelle: Lebensmittel ohne Gentechnik e.V.)

Das freiwillige Siegel "Ohne Gentechnik" ist auf Produkten aus dem Supermarkt zu finden. (Quelle: Lebensmittel ohne Gentechnik e.V.)

Der umstrittene Genmais 1507 wird voraussichtlich für den Anbau in Europa zugelassen. Denn bei einer Sitzung der EU-Staaten gab es keine ausreichende Mehrheit für ein Anbauverbot. Was viele Verbraucher nicht wissen: Gentechnisch veränderte Produkte gibt es bereits im Supermarkt. Wer darauf verzichten will, muss genau hinschauen.

Wo steckt Gentechnik drin?

Bislang gibt es im Handel laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) nur wenige Produkte mit direkt gentechnisch veränderten Zutaten. Bei den Ausnahmen handelt es sich einer Greenpeace-Erhebung zufolge meist um Lebensmittel aus dem Ausland wie Schokoriegel und andere Süßigkeiten aus den USA. Reine Genprodukte wie etwa Gengemüse, Obst oder Fleisch gibt es nicht. Genpflanzen dürfen aber an Tiere verfüttert werden, wodurch Gentechnik in den Nahrungskreislauf gelangt. Dies kann unter anderem bei Milchprodukten oder Eiern der Fall sein.

Freiwilliges Siegel "Ohne Gentechnik" bietet Sicherheit

Die Hersteller sind grundsätzlich dazu verpflichtet, alle gentechnisch veränderten Lebensmittel-Bestandteile in den Zutatenlisten auf den Verpackungen abzudrucken. Ausgenommen von der Pflicht sind aber Tierprodukte wie Milch, Eier und Fleisch oder Zusatzstoffe, die von gentechnisch veränderten Bakterien erzeugt wurden. Das freiwillige Siegel "Ohne Gentechnik" des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik bekommt nur, wer nachweisen kann, dass Tiere nicht mit Futter wie Gensoja gefüttert wurden oder dass keine gentechnisch veränderten Bakterien eingesetzt wurden.

Sind Bioprodukte frei von Gentechnik?

Grundsätzlich ja, jedoch können auch hier teils Einschränkungen bestehen. Die EU-Ökorichtlinie sieht vor, dass bei der Herstellung von Bioprodukten keine Gen-Zutaten verwendet werden dürfen. Spuren gentechnisch veränderter Bestandteile aber - etwa verursacht durch den Pollenflug von Feldern mit Genpflanzen - müssen auf Lebensmittelverpackungen bis zu einem Anteil von 0,9 Prozent nicht gesondert ausgewiesen werden. Die Hersteller von Bioprodukten sind jedoch gehalten, alles technisch Mögliche zu tun, um Verunreinigungen auszuschließen.

Gaststätten sollten Genzutaten im Essen kennzeichnen

Nach Angaben von Greenpeace fehlen solche Hinweise in der Praxis sehr oft. Den Angaben zufolge werden etwa Pommes Frites in einigen Fällen in Speiseöl aus Genpflanzen frittiert. Für den Verbraucher ist dies meist nirgends nachzulesen.

Auswirkungen auf menschliche Gesundheit

Dazu gibt es unterschiedliche Angaben. Laut BVL gibt es etwa aus den USA oder Kanada, wo Lebensmittel aus Genpflanzen oder Milch von mit Gensoja gefütterten Kühen schon seit über zehn Jahren auf dem Markt sind, "keine Erkenntnisse, dass sich der Verzehr (...) schädlich auf die Gesundheit von Menschen ausgewirkt hat". Greenpeace dagegen sieht beim Verzehr von Genpflanzen ein Risiko, dass diese aufgrund ihrer Genstruktur verstärkt allergische Reaktionen auslösen können. Auch kann die Gen-Mainipulation zur Bildung neuer Giftstoffe führen.

Quelle: AFP


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