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Haushaltsgeräte aus Öko-Material: Nachhaltig und schick

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Haushaltsgeräte aus Öko-Material: Nachhaltig und schick

30.04.2012, 11:47 Uhr | lm (CF)

Haushaltsgeräte aus Öko-Materialien avancierend zunehmend zu wichtigen Bestandteilen nachhaltiger Lebenskonzepte. Noch aber steht die Industrie am Anfang.

Nachhaltige Elektronik gewinnt an Bedeutung  

Ein Smartphone mit Bambusgehäuse? Toaster aus Kork? Was nach Zukunftsmusik klingt, läuft langsam, aber sicher an: Hersteller aller großen Elektroniksparten erkennen den grünen Trend und versuchen, zumindest einige Produkte als umweltverträglich und nachhaltig zu positionieren. In den vergangenen Jahren lag der Fokus vor allem auf Energieeffizienz. Als nächstes sind Öko-Materialien ein Thema, beispielsweise bei Haushaltsgeräten.

Wie das funktionieren kann, zeigt beispielsweise der Student Kieron-Scott Woodhouse, der als Abschlussarbeit ein Handy aus Bio-Bambus herstellte. Das „Android“-Smartphone soll Ende 2012 in England und China auf den Markt kommen. Es liegt nahe, dass auch andere Elektrogeräte aus dem schnell nachwachsenden Rohstoff gebaut werden können. Asus stellte jüngst ein Notebook mit Bambusdeckel vor. Daneben sind auch entsprechende Radios und Docking-Stations auf dem Markt. Philips ging einen anderen Weg und veröffentlichte einen stromsparenden LED-Flachbildfernseher, der zu 60 Prozent aus recyceltem Aluminium besteht. Die Verpackung ist derweil 100 Prozent recyceltes Papier. Auf eine gedruckte Betriebsanleitung verzichtet der Hersteller gänzlich – Nachhaltigkeit hat in der Elektronikbranche auch viel mit Symbolwirkung zu tun.  

High-Tech-Gadgets sollen Öko-Materialien salonfähig machen

So mancher muss erstaunt feststellen, dass die Öko-Materialien ziemlich schick und zeitgemäß aussehen – von einem blassen Öko-Charme ist keine Spur. Allerdings handelt es sich bei den besagten Geräten noch um Nischenprodukte, die den Herstellern auch als PR-Gag dienen. Vom Massenmarkt ist Elektronik mit Bambusumhüllung sicherlich noch lange entfernt. Da Kunststoffe wie PVC nicht zuletzt durch die Verwendung von Weichmachern vermehrt in der Kritik stehen, prophezeien Marktbeobachter und Trendforscher eine rosige Zukunft.

Der Weg über die sogenannten Gadgets ist klug gewählt: Käufer solch trendiger Elektronikprodukte gelten als innovationsfreudig und gut vernetzt. Über sie kann sich die Idee von Haushaltsgeräten aus Öko-Materialien viral verbreiten. 

Quelle: lm (CF)



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