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Saubere Sache: ökorrekter Frühjahrsputz

14.02.2012, 15:12 Uhr | Raufeld/Yvonne Vavia/Till Schröder, Raufeld

Der Umwelt zuliebe: Der ökorrekte Frühjahrsputz  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der Umwelt zuliebe: Der ökorrekte Frühjahrsputz (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn im Frühling die Sonne wieder intensiver scheint, freut sich die vom Winter ausgekühlte Seele. Doch mit den ersten wärmenden Lichtstrahlen kommen auch die Schlieren auf den Fenstern wieder besonders gut zur Geltung und erinnern uns an den nötigen Frühjahrsputz. Jetzt ausgiebiger als sonst die Wohnung zu putzen hat bei uns Tradition, denn damit wird der Winter "ausgekehrt". Alte Hausmittel sind dafür die beste Wahl, auch wenn uns die Werbung glauben machen will, dass Haushalt und Wäsche nicht nur sauber, sondern rein sein müssen. Doch weniger ist mehr – hier gibt es Tipps für den ökorrekten Frühjahrsputz.

Putzmittel – weniger ist mehr

Wer bei dem Anblick von Schlieren auf den Fenstern und Wollmäusen in der Ecke spontan zu Eimer und Lappen greift, sollte mit dem Reinemachen auch gleich ausmisten. Den Anfang macht die Besenkammer: Desinfektionsmittel gehören nach Ansicht vieler Umweltberater in den Sondermüll, genauso wie die teils aggressiven Spezial- und Rohrreiniger.

So weist die Stiftung Warentest immer wieder darauf hin, dass antibakterielle Reinigungsmittel Infekte nicht verhindern können, im Gegenteil: Sie töten auch die "nützlichen" Bakterien und erhöhen damit die Gefahr von Allergien. Im Haushalt genügen vier Putzmittel: ein Allzweckreiniger für Fußböden und Oberflächen, ein Spülmittel für leichte Verschmutzungen und zur Reinigung der Fenster, Haushaltsessig oder Zitronensäure zum entkalken. Scheuermilch beseitigt hartnäckigen Schmutz in Bad und Küche.

Nichts ist völlig unschädlich

Die Säuren von Essig oder Zitronen lösen auf ganz natürliche Art die Kalkablagerungen rund um Wasserhähne: Man tränke einen Lappen mit Essigessenz und lege ihn ein paar Minuten auf die Ablagerung. Essigessenz kostet nicht viel. Die Grundregel lautet ohnehin: Der optimale Umweltberater beim Putzen heißt Geiz. Weniger ist mehr, ein Spritzer ins Wasser genügt.

Denn kein Reinigungsmittel ist für die Umwelt völlig unschädlich, es gibt allenfalls ökologisch verträglichere Alternativen. Beim Fensterputz vermehrt zu viel Seife sogar die berüchtigten Schlieren. Die richtige Technik und ein Spritzer Alkohol in Form von Spiritus sorgen hier für Klarsicht.

Vom Putzteufel zum Umweltengel

Putzen nach umweltfreundlichen Gesichtspunkten sollte mittleerweile zum Standard gehören - und es gibt einige Tricks, um dies auch ganz einfach umsetzen zu können: Wer regelmäßig putzt, verhindert starke Verschmutzungen und spart so Reinigungsmittel. Auch wenn Schmutz in Bad und Küche gar nicht erst antrocknet, geht das Putzen leichter von der Hand. Einem verstopftem Abfluss beugt ein Sieb in Dusche und Waschbecken vor.

Um ein Rohr von einer Verstopfung zu befreien, sollte man eine Saugglocke benutzen und auf chemische Abflussreiniger unbedingt verzichten. Auch Pflegetipps fürs Eigenheim hatte Omi schon parat. Helles Holz frischte Großmutter mit Essig, Öl und einer Prise Salz auf; dunkles Holz dagegen mit einer Mischung aus Rotwein und Öl oder schwarzem Tee.

Quelle: Raufeld/Yvonne Vavia/Till Schröder, Raufeld


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