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Sexspielzeuge: Bio und Öko sind besser im Bett

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Schadstofffreier Bio–Spaß im Bett

19.04.2012, 13:33 Uhr | Pia Röder/mt, feelgreen.de

Auch im Bett ist Bio angesagt. (Quelle: imago)

Auch im Bett ist Bio angesagt. (Quelle: imago)

Bio ist überall: Es gibt auch in konventionellen Supermärkten immer mehr Bio-Lebensmittel und Bio-Getränke. Ob Milch von glücklichen Kühen, Bio-Nudeln oder unbehandelte Zitronen aus Süditalien. Die Bandbreite ist groß und wächst stetig an. Ob Mode oder Lebensmittel – in diesen Bereichen tun wir uns gerne etwas Gutes und zahlen auch mal etwas mehr dafür. Wie aber sieht es mit der schönsten Sache der Welt aus? Sex gehört zum Leben wie Essen – sind wir auch Bio im Bett?

Giftige Plastikzwerge

Wir achten bei den sinnlichen Genüssen oft weder auf die Umwelt noch auf unseren Körper. Wir kaufen den billigen "Jelly"-Vibrator – made in Taiwan – vom diskreten Discount-Versandhaus für 3,95 Euro. Schon vor dem Auspacken steigt beißender Geruch in die Nase und das Batteriegehäuse sieht auch so aus, als ob sich nach zwei Wochen die Schwefelsäure selbstständig macht. Viele Sexspielzeuge aus dem regulären Handel bestehen aus Weich-PVC und beinhalten eine Vielzahl schädlicher Chemikalien, wie Öko-Test herausgefunden hat. In Kinderspielzeug sind solche Stoffe verboten, für Sexspielzeug fehlen entsprechende Regelungen. Sie betrachten Ihren Körper als Tempel? Dann sorgen Sie auch dafür, dass sich kein Giftzwerg Zugang verschafft.

Garantiert splitterfreie und absolut ökologische Holzfreunde

Dabei kann man die schönste Nebensache der Welt völlig chemiefrei genießen. Im Netz gibt es viele Anbieter, die Vibratoren, Dildos und andere Sexspielzeuge aus ökologischen Materialien herstellen. Dabei muss es nicht immer Silikon sein. Wer es rustikal mag, ist bei waldmichlsholdi.de genau richtig. Das Familienunternehmen aus dem Odenwald drechselt Holzpenisse mit eingängigen Namen wie "Eichelhauer", "Fuchsschwanz" oder "das Wiesel" – garantiert splitterfrei, "absolut unbedenklich und hautneutral". Auch aus Holz aber nicht ganz so offensichtlich phallisch sind die Dildos von zartesholz.de. Die Produkte erinnern eher an noch nicht fertig gestellte Blockflöten, als an ein männliches Geschlechtsorgan. Der Hersteller verwendet laut eigenen Angaben nur natürliche Materialien. Zum Beispiel ein Öl, das den "ISO-Anforderungen nach Speichelfestigkeit" entspricht. Mit Speichel kommen Vibratoren eher selten in Kontakt, aber vermutlich gilt das auch für andere Körperflüssigkeiten.

Mundgeblasene Leuchtdildos

Im Gegensatz zu Holz muss Glas nicht mit Ölen gepflegt werden, damit es geschmeidig bleibt. Das spricht für kristallklares Sexspielzeug. Glas muss man nicht einlassen und zur Reinigung stellt man den Dildo einfach neben die Kaffeetasse in die Spülmaschine – keimfrei fürs nächste Mal. Die Produkte von glasdildo.de sind mundgeblasen und handgefertigt. In vielen verschiedenen Farben und, passend zu manchem Toilettenbrillen-Design, auch gefüllt mit Stacheldraht. Manche der glasigen Freudenspender leuchten sogar im Dunkeln. Und einen Kälteschock gibt es bei der Benutzung auch nicht. Alle Objekte lassen sich durch eine Spezialfüllung aus Wärme/Kälte-Gel über Stunden auf jeder gewünschten Temperatur halten.

Schadstofffreie Freuden

Ihnen ist Holz oder Glas zu exotisch? "Paulchen" liegt mittlerweile in den Nachtschränkchen vieler Frauen. Das vibrierende Kerlchen aus Silikon von Fun Factory ist fast ein Kultobjekt. Hier oder bei Mae B. finden Sie das richtige Spielzeug. Die Produkte sind aus geruchsfreiem Silikon und TÜV-geprüft. Also garantiert schadstoffrei und sogar für Allergiker geeignet.

Bio gilt auch für Gemüse-Genüsse

Natürlich können Sie auch anderes verwenden, um es sich richtig gut gehen zu lassen. Sollten Sie bei ihrem Streifzug durch das Gemüse-Regal im Supermarkt auch dahingehend fündig werden, achten sie darauf, dass "Bio" drauf steht. Die Schale sollte unbedingt ungespritzt sein! Wenn sie sich dessen nicht sicher und ihnen an ihren Schleimhäuten etwas liegt, ziehen sie einfach ein Kondom darüber. Aber bitte eines aus fair-gehandeltem Latex – erhältlich bei hot-rubber.com.

Quelle: Pia Röder/mt, feelgreen.de


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