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So aufwendig buhlen Pfeiffrösche um ihre Weibchen

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So aufwendig buhlen Pfeiffrösche um ihre Weibchen

19.12.2016, 09:43 Uhr | dpa

Beeindruckendes Liebeswerben: der männliche Pfeiffrosch der Art Leptodactylus mystacinus. (Quelle: dpa)

Beeindruckendes Liebeswerben: der männliche Pfeiffrosch der Art Leptodactylus mystacinus. (Quelle: dpa)

Für ihr Liebeswerben ist ihnen kein Aufwand zu groß: Bis zu 50.000 Mal pro Nacht stoßen männliche Pfeiffrösche der Art Leptodactylus mystacinus ihre Rufe aus, wie Forscher des Senckenberg-Instituts in Frankfurt im Fachjournal "Salamandra" berichten.

Damit sei das Liebeswerben wohl das energetisch kostspieligste Verhalten überhaupt im Leben der nur drei bis sechs Zentimeter großen Frösche. "Wie die Frösche diese höchst anstrengende Leistung über so einen langen Zeitraum aufrechterhalten können, ist uns immer noch völlig unklar", erklärt Studienautor Martin Jansen.

Die wegen ihrer auffälligen Gesichtszeichnung im Volksmund "Schnauzbärtiger Frosch" genannten Tiere leben in der bolivianischen Savanne und werben nachts mit anhaltendem Gequake um Partnerinnen. Das Team um Martin Jansen vom Senckenberg Forschungsinstitut wertete für die Studie mehrere Stunden kontinuierlicher Froschrufe aus.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass die Pfeiffrösche über 700 Sekunden in der Stunde rufen können, dass macht 12 Minuten aufgeteilt auf über 15.000 Rufe", erklärt Jansen. Zu vermuten sei, dass es "Hochleistungsquaker" gebe, die noch mehr Rufe in einer Nacht von sich geben können. Besonders rund geht es beim Schnauzbärtigen Frosch gegen 23 Uhr zu, nach ein Uhr werden die Frösche ruhiger, wie die Forscher berichten. "Ob es an den schwindenden Kräften liegt oder andere Gründe hat, können wir aber noch nicht mit Sicherheit sagen."

Quelle: dpa


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