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Studie der EU: Biokraftstoff oft schädlicher als Benzin

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"Studie der EU: Biokraftstoff oft schädlicher als Benzin" verlinken

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Biodiesel klimaschädlicher als Benzin?

13.02.2012, 16:22 Uhr

Einige Biokraftstoffe schneiden deutlich schlechter ab als herkömmliche aus Erdöl. (Quelle: imago)

Einige Biokraftstoffe schneiden deutlich schlechter ab als herkömmliche aus Erdöl. (Quelle: imago)

Ursprünglich wurde der "Bio-Kraftstoff E10 eingeführt, um die Umwelt zu entlasten. Bis 2020 sollen Bio-Kraftstoffe zehn Prozent des gesamten Kraftstoffverbrauchs in der EU abdecken. Nun hat die EU-Kommission die Ergebnisse einer noch nicht veröffentlichten Studie mitgeteilt. Diese Ergebnisse sind kein Gewinn für E10 und Co. – im Gegenteil, sie verstärken die Bedenken von Klimaschützern.

Nur Zuckerrohr, Zuckerrüben und Mais gut

Umstrittener Alternativ-Kraftstoff: Biosprit aus Raps, Palmöl oder Soja belastet das Klima einer Studie zufolge mitunter stärker als Treibstoffe aus Erdöl. Zu diesem Ergebnis kommt eine noch unveröffentlichte Untersuchung der EU-Kommission, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete. Demnach schneiden nur Biokraftstoffe aus Zuckerrohr, Zuckerrüben oder Mais klar besser ab als herkömmliche Kraftstoffe. EU-Energiekommissar Günther Oettinger nahm dagegen den Mix von Biokraftstoffen als vergleichsweise klimafreundlich in Schutz.

Erstmals indirekte Folgen berücksichtigt

In Deutschland steht besonders der Biosprit E10 in der Kritik, dem zehn Prozent Ethanol beigemischt werden und der von vielen Autofahrern verschmäht wird. In der Studie würden nach Angaben der Zeitung erstmals auch die indirekten Folgen der Herstellung von Biokraftstoffen für deren Ökobilanz berücksichtigt. Dabei gehe es zum Beispiel darum, dass Regenwaldflächen brandgerodet werden, um auf den Flächen anschließend Pflanzen zur Biokraftstoffproduktion anzubauen.

Biokraftstoffe sollen Ausstoß Treibhausgase vermindern

"Der Mix von Biokraftstoffen, die wir benutzen, spart im Vergleich mit Benzin und Diesel CO2-Emissionen", ließ Oettinger im Gegenzug in Brüssel mitteilen. Schon heute seien gebräuchliche Biokraftstoffe umweltfreundlicher als fossile Brennstoffe, teilte Oettingers Sprecherin als Reaktion mit.


Im Jahr 2020 sollen sich 21 Prozent der klimaschädlichen Treibhausgase durch Biokraftstoffe einsparen lassen. "Dies ist der Fall, selbst wenn nichts unternommen wird, um den geschätzten indirekten Einfluss auf die Landnutzungs-Änderung abzumildern." Die Abholzung von Regenwäldern oder die Trockenlegung wertvoller Nassflächen werde durch bereits bestehende EU-Gesetze verhindert.

Biospritbranche hält dagegen

Der in der FAZ zitierten Studie zufolge schneiden nur Biokraftstoffe aus Zuckerrohr, Zuckerrüben oder Mais klar besser ab als herkömmliche Kraftstoffe. Die Biospritbranche warnte vor voreiligen Schlüssen: "Die Studie beruht auf Annahmen, die nicht realistisch sind", erklärte der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB), Elmar Baumann. "Um mehr Rohstoffe herzustellen, wird in der realen Welt nicht die Anbaufläche ausgeweitet. Vielmehr wird der Ertrag auf den bestehenden Äckern gesteigert."

Der VDB betont, in Deutschland gebe es strenge Nachhaltigkeitskriterien. So dürften für den Anbau weder Regenwälder noch Torfmoore oder sonstige schützenswerte Flächen verwendet werden. Zudem müssten Biokraftstoffe mindestens 35 Prozent weniger Treibhausgase emittieren als fossile Kraftstoffe – vom Pflanzenanbau auf dem Acker, über Düngung, Transporte und Produktion des Kraftstoffs.

Konsequenzen noch unklar

Welche Konsequenzen die EU-Kommission aus der Studie ziehen werde, sei noch unklar. Sie wolle im Frühjahr konkrete Vorschläge vorzulegen, wie die indirekten Folgen der Biokraftstoffproduktion künftig berücksichtigt werden sollten. Starke Kritik an der Untersuchung übte nach Angaben der Zeitung bereits der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft. Die Studie basiere auf falschen Annahmen, sagte dessen Geschäftsführer Dietrich Klein.

Quelle: AFP , dpa

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Kommentare (90)

zum Forum

Thema: "Studie der EU: Biokraftstoff oft schädlicher als Benzin"

Halodrie schrieb: am 10. März 2012 um 12:54:45
Kommentar von toba
Zum Kommentar von toba, klasse ich wäre dabei, Alle auf die Straße muß das Thema lauten. wir bekommen nach zwei Jahren
Arbeit keine 199 000 € pro Jahr. Guß Halodrie
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Mario schrieb: am 2. März 2012 um 11:28:10
Essen im Tank
Mal von Öko usw. abgesehen, solange auf der Welt noch Millionen Menschen verhungern, kommt kein Essen in meinen Tank

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ramklovisius schrieb: am 1. März 2012 um 08:16:44
Biokraftstoff
Hat jemand schon einmal erlenbt, daß etwas, was die Politik erfunden hat gut, preiswert, sinnvoll oder ähnlich ist? Na also!

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