08.01.2012, 10:48 Uhr | Yvonne Vavra
Richtiges Heizen spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. (Quelle: imago)
Mit Verstand zu heizen schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel. Gerade im Winter verpufft viel Geld, weil viele nicht richtig mit Heizung und Fenster umgehen können. Stoßlüften allein reicht nicht. Hier sind die besten Kniffe, wie Sie die Wohnung besonders in der kalten Jahreszeit warm halten, ohne Energie zu verschwenden.
Richtiges Heizen beginnt bereits vor der Heizperiode. Schon bevor man die Heizung nach der Wärmeperiode eines Jahres das erste Mal anschaltet, sollte man die Heizkörper gut entlüften. Denn ein Heizkörper, in dem zu viel Luft enthalten ist, wird manchmal nicht nur richtig warm, sondern ist zudem ein Energiefresser. Während die Entlüftung in Eigenheimen natürlich vom Hauseigentümer selbst vorgenommen werden kann, sollten sich Mieter dazu an ihre Hausverwaltung wenden, die dann einen Handwerker oder Hausmeister zum Entlüften vorbeischickt.
Ausgekühlte Wände bewirken, dass man ein Zimmer oder eine Wohnung auch bei voll aufgedrehter Heizung für zu kühl hält, denn zum Temperaturempfinden trägt die Strahlungswärme der Wände viel bei. Das bedeutet: Der frierende Bewohner heizt immer weiter, obwohl die Luft schon sehr warm ist. Besser ist daher, vor allem in Altbauten die einzelnen Zimmer nicht ganz auskühlen zu lassen, sondern beim Verlassen des Raumes das Thermostat auf eine niedrige Stufe zu stellen. Auf diese Weise wird auch der hohe Energieeinsatz verhindert, der nötig ist, um einen ausgekühlten Raum zu erwärmen. Auch, wenn es paradox klingt: Die Heizung auf kleiner Stufe laufen zu lassen, ist energiesparender und preiswerter, als sie beim Verlassen der Wohnung komplett aus- und bei der Rückkehr wieder einzuschalten. Auf Möbel oder Vorhänge vor Heizungen sollten Sie verzichten - sie verhindern, dass sich die Wärme im Raum verteilt.
Frischluft ist wichtig. Doch wie kann man für einen Luftaustausch sorgen, ohne dabei unnötig Heizenergie zu verschwenden? Stoßlüftung heißt das Zauberwort, am besten, indem man mehrere Fenster oder Türen öffnet und ein Durchzug entsteht. Währenddessen sollte die Heizung herunter gedreht werden, da sie sonst auf volle Leistung schaltet. Im Winter reichen schon fünf Minuten Stoßlüftung, um die Raumluft auszutauschen, in der Übergangszeit zehn. Zum Vergleich: Ein Fenster, das bei kälteren Temperaturen längere Zeit gekippt ist, kann über 60 Euro pro Heizsaison kosten. Geld, das sich mit einer effektiven Lüftungsmethode wie etwa der Stoßlüftung problemlos sparen lässt.
Senken Sie in der Nacht die Temperatur in der gesamten Wohnung auf rund 15 Grad. So können sie ihre Energiekosten um bis zu 30 Prozent verringern. Bei unserem Beispiel wären das etwa 120 Euro im Vergleich zu einer vollen Beheizung aller Räume auch während der Nacht. Im Schlafzimmer braucht es nachts nicht mehr als 16 Grad. Viele Menschen schlafen bei tieferen Temperaturen sogar besser. Zudem bringt jede Verringerung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius etwa sechs bis acht Prozent Energie - und damit Kostenersparnis. Angenommen, Sie verbrauchen im Jahr 10.000 Kilowattstunden Fernwärme - mit diesem einen Grad weniger würden sie etwa 25 Euro sparen.
Mit Thermostatventilen lässt sich viel Energie sparen. Doch viele Menschen bedienen sie nicht richtig - sie drehen sie auf, wenn ihnen kalt ist, und zu, wenn der Raum schön warm ist. Energiesparender ist, die gewünschte Temperatur einmal einzustellen. Ist sie erreicht, sorgen Thermostate automatisch dafür, dass nicht weiter geheizt wird. Letztlich kann auf diese Weise auch die Energie der Sonne mit genutzt werden, die durchs Fenster scheint.
Quelle: Raufeld
sven schrieb:
am 28. Januar 2012 um 11:08:55
heizkosten
die oben genannten "tipps" sind doch ein alter hut, die fast jeder ohnehin schon beherzigt. seit jahren werden mantrahaft
immer die gleichen ratschläge präsentiert, genau wie beim spritsparen mit dem auto. alles längst bekannt. bringt doch mal neue tipps, die wirklich weiterhelfen und neu sind. die gibts nicht? naja dann hört doch auf euch zu wiederholen. übrigens: wenn ich für 1500 euro im jahr öl verbrauche, was nutzt mir dann eine einsparung von lächerlichen 20-50 euro????
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Louie schrieb:
am 10. Januar 2012 um 07:31:18
Heizung
Richtig heizen geht nur wenn es der Vermieter will und die Regelbarkeit der Temperaturen gewährleistet. Im letzten Jahrzehnt
benutzte man die Mieter jedoch mehr und mehr zur Sanierung der Stadtkassen, indem die Vorlkauftemperaturen hochgeschraubt wurden kommt es nun zur Zwangsbeheizung der Wohnungen bis 26°C u. mehr allein über die Heizungsrohre. Die Lüftung der innenliegenden Bäder wurde durch den Einbau luftdichter Fenster bis auf 1/4 des MIndestwertes gedrosselt, was gesundheitsschädlich ist.
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