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Treibhauseffekt: Die gefährlichsten Klimagase

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Achtung, Treibhauseffekt: Die gefährlichsten Klimagase

26.07.2012, 10:51 Uhr | sd (CF)

Der Klimawandel schreitet immer weiter voran. Durch den Ausstoß diverser Klimagase verstärkt der Mensch den Treibhauseffekt. Seit der Industrialisierung hat sich der Ausstoß dieser Gase bereits vervielfacht. Erfahren Sie hier, welche besonders gefährlich sind und wie sie entstehen.

Klimagase und der atmosphärische Treibhauseffekt

Die auf der Erde freigesetzten Klimagase fördern die Erderwärmung, die in Zukunft drastische Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Schmilzt das Eis der Antarktis und das des Nordpols, droht der Meeresspiegel anzusteigen. Überschwemmungen und auch extreme Wechsel von Hitze zu Kälte sowie fatale Stürme könnten entstehen.

EIn Überblick über die gefährlichsten Klimagase. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

EIn Überblick über die gefährlichsten Klimagase. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hierbei ist zunächst zwischen atmosphärischem und anthropogenem Treibhauseffekt zu unterscheiden. Während beim anthropogenen Treibhauseffekt der Einfluss des Menschen die Hauptrolle spielt, geht es bei dem atmosphärischen Treibhauseffekt um die Erderwärmung durch natürliche Prozesse auf der Erde.

So beeinflussen natürliche Klimagase wie Wasserdampf, Methan, Ozon und Kohlenstoffdioxid das Erdklima. Die Gase begünstigen eine erhöhte Sonneneinstrahlung durch die Erdatmosphäre, wodurch sich die Erde immer mehr erwärmt. Ein eigener Regulationsprozess der Erde ermöglicht jedoch die Veränderung von Wechselwirkungen der Gase untereinander, sodass Wärmeperioden, aber auch Eiszeiten entstanden.

Der Mensch beschleunigt die Erderwärmung

Dieser Regulationsprozess gerät durch von Menschen verursachten, anthropogenen Treibhauseffekt in Gefahr, weil er die Erderwärmung sehr stark beschleunigt. Der größte Anteil der durch den Menschen verursachten Klimagase ist mit 60 Prozent Kohlendioxid (CO2). Das Klimagas entsteht, wenn Erdöl, Gas, Holz oder Kohle verbrannt wird. Das geschieht vor allem in Fabriken der Industrie, im Auto- und Luftverkehr, beim Heizen und auch durch Brandrodung. Kohlendioxid kann sich, einmal freigesetzt, bis zu 120 Jahre in der Atmosphäre festsetzen.

Die gefährlichen Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) kamen lange Zeit in Spraydosen als Kühlmittel zum Einsatz und gelangten anschließend als schädliches Klimagas in die Atmosphäre. Seit 1995 ist der Gebrauch und Verkauf in der Europäischen Union allerdings untersagt, da es nicht nur den Treibhauseffekt verstärkt, sondern auch die Ozonschicht schädigt. Es hält sich bis zu 260 Jahre in der Atmosphäre.

Auch die Landwirtschaft produziert Klimagase

Durch Viehzucht, beim Reisanbau und bei der Erschließung fossiler Brennstoffe wird unter der Regie des Menschen Methan (CH4) freigesetzt. Es entsteht beim Abbau organischer Stoffe ohne Sauerstoff. Um es zu verbildlichen: Kühe sondern Methan ab, indem Sie rülpsen oder blähen. Dabei entstehen pro Wiederkäuer jährlich 100 Kilogramm des Klimagases. Das entspricht dem CO2-Ausstoß einer knapp 20.000 Kilometer langen Autofahrt. Methan kann in der Atmosphäre lediglich bis zu 15 Jahre verweilen. Dabei ist jedoch eine Tonne des Gases so schädlich wie 21 Tonnen CO2.

Lachgas (N20) ist ein weiteres Klimagas, das die Erderwärmung vorantreibt. Es ist ebenso um ein Vielfaches schädlicher als Kohlendioxid. In der Natur entsteht Lachgas, sobald organische Substanzen verfaulen. Auf natürliche Weise schweben jedes Jahr nach Schätzungen etwa 145 Millionen Tonnen in die Atmosphäre. Der Mensch ist für etwa zehn Millionen Tonnen verantwortlich, da er Kohle und Öl verbrennt oder Land überdüngt. Auf sauerstoffarmen Böden wandelt sich Stickstoffdünger nämlich zu Lachgas. Ist das Klimagas erst in der Atmosphäre gelangt, verbleibt es dort bis zu 120 Jahre.

Quelle: sd (CF)


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